Die 0,5 MW Testanlage zum Oxyfuel-Prozess
Das CO2-arme Kraftwerk der Vattenfall Europe AG
Die 0,5 MW Testanlage zum Oxyfuel-Prozess befindet sich im Technikum des CEBra e.V. im Kraftwerk Jänschwalde
Was bedeutet CO2-armes Kohlekraftwerk und wie funktioniert dieses?
Nachfolgende Informationen haben wir von der Vattenfall Europe AG.
(Quelle: http://www.vattenfall.de)
CO2-armes Kohlekraftwerk: Weltweit erstes Pilotprojekt
Vattenfall baut die weltweit erste Pilotanlage für ein CO2-armes Kohlekraftwerk auf Basis des so genannten Oxyfuel-Verfahrens zur Abscheidung von Kohlendioxid im Kraftwerksprozess. Für mehr als 60 Mio. Euro wird die 30-MW-Anlage am Standort Schwarze Pumpe in der Lausitz errichtet. Sie soll Mitte 2008 in Betrieb gehen. Mit den Ergebnissen aus der Testphase soll anschließend ein Demo-Kraftwerke mit 300 MW Leistung geplant und gebaut werden, um die Technologie zur großtechnischen Serienreife zu führen.
Der Oxyfuel-Prozess
Die Oxyfuel-Technologie dient dem Ziel, das während der Braunkohleverbrennung anfallende Kohlendioxid nicht in die Atmosphäre zu entlassen, sondern im Kraftwerksprozess abzuscheiden und zu verflüssigen. In diesem Zustand kann es dann tief unter der Erdoberfläche oder dem Meeresgrund dauerhaft gespeichert werden.
Transport und Speicherung von abgeschiedenem CO2
Neben der Entwicklung und Erprobung von Technologien der CO2-Abscheidung und -Verflüssigung im Kraftwerksprozess, müssen der sichere Transport sowie die dauerhafte unterirdische Speicherung von verflüssigtem Kohlendioxid für den großtechnischen Einsatz auf Kraftwerksniveau gewährleistet sein.
Deutschland Funk Sendung zum Thema
Am 28.10.2007 sendete der Deutschland - Funk zur Technologie "Carbon Capture and Storage (CCS)" auf dem Weg zum CO2-armenKraftwerk. Die Inhalte der Sendung stehen als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.
Wichtiger Schritt für Klimaschutz
13.06.2007 [Pressemitteilung 126/2007]
Staatssekretär Rachel eröffnet Testanlage zur Speicherung von Kohlendioxid.
Kohlendioxid spielt eine wichtige Rolle beim Klimawandel - wird das Treibhausgas aus dem Ausstoß von Kohlekraftwerken getrennt und im Untergrund gespeichert, ist ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz getan. Die erste Speicher-Testanlage in Europa für diese Technologie wird heute im brandenburgischen Ketzin von Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, und Dr. Joachim Wuermeling, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, gemeinsam eröffnet.
Für die Carbon Capture and Storage (CCS) Technologie-Linie stehen in Deutschland ausgebeutete Erdgas- und Erdöllagerstätten sowie tief liegendes stark salzhaltiges Grundwasser als potenzielle Speicher zur Verfügung.
Anlässlich des Starts der Einlagerung des Kohlendioxids in Ketzin sagte Thomas Rachel heute: "Diese Technologie hat ein großes Potenzial. Um die industrielle Nutzung mittelfristig zu ermöglichen, sind weitere Anstrengungen von Wissenschaft und Wirtschaft notwendig. Hier müssen wir ansetzen, denn für einen großtechnischen Einsatz der CCS-Technologien fehlt es derzeit noch an verlässlichen Daten, insbesondere was die langfristige sichere Speicherung des Treibhausgases im Untergrund angeht."
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat für die Forschungsaktivitäten zur Speicherung im Untergrund die Verantwortung übernommen. "Wir werden in den nächsten Jahren in enger Kooperation mit der Wirtschaft gezielt Projekte fördern, um die noch offenen Fragen der Kohlendioxid-Speicherung zu beantworten", erklärte Rachel. Wichtige Themen sind hier Überwachsungssysteme für die Kohlendioxid-Speicher während der Betriebs- und nachbetrieblichen Phase, innovative Injektionstechnologien, Wechselwirkungen von Kohlendioxid mit Speicher- und Deckgesteinen und die gezielte Förderung von Nachwuchsgruppen junger Wissenschaftler.
Für standortunabhängige und standortspezifische Forschungsaktivitäten hat das Bundesforschungsministerium für die nächsten drei Jahre 45 Millionen Euro vorgesehen. Bereits Ende Juni sollen die nächsten Förderrichtlinien für Kohlendioxid-Speicher-Projekte speziell für standortunabhängige Grundlagenforschung veröffentlicht werden. Diese Arbeiten werden mit jährlich sechs Millionen Euro finanziert.
(Quelle: http://www.bmbf.de/press/2070.php)