Druckaufgeladene Dampf-Wirbelschicht-Trocknung (DDWT)
- Kohletrocknung als Voraussetzung für das CO2-arme Kraftwerk
- Steigerung des elektrischen Wirkungsgrades um 4-5 Prozentpunkte
- Energetische Optimierung durch Nutzung der Verdampfungswärme des Kohlewassers
Grubenfeuchte Braunkohle enthält ca. 56 % Wasser, eine Tonne zu verstromender Braunkohle enthält demnach ca. 560 kg Wasser. Stand der Technik bei der Kohletrocknung im Kraftwerk ist die Trocknung über die Rücksaugung heißer Rauchgase aus dem Kessel in einem kombinierten Mahl- und Trocknungsprozess. Dieser findet in der letzten Mühlenstufe vor dem Kessel statt. Das verdampfte Wasser strömt als „Ballast“ durch den Kessel und verlässt das Kraftwerk durch die Kühltürme in Form von Dampf. Dabei geht die enthaltene Verdampfungswärme des Wassers ungenutzt verloren. Ein energetisch deutlich günstigerer Weg ist die Trocknung mittels Dampf auf niedrigem Temperaturniveau. Der hierzu benötigte Heizdampf wird entweder im Mitteldruckteil der Turbine bei ca. 16 bar und 200°C entnommen, oder aber über die Rückverdichtung des im Trockner entstehenden Dampfes (Brüden) erzeugt. Die Kohle wird in einer stationären Wirbelschicht getrocknet. Hierbei wird das Wirbelbett durch eingeblasenen Dampf fluidisiert und so die Bedingungen für hohe Wärmeübertragung auf kleinem Raum geschaffen. Durch den druckaufgeladenen Betrieb bei ca. 4 bar kann der Trockner noch kleiner und effektiver gebaut werden. Die eigentliche Wärmezufuhr geschieht über dampfführende Tauchheizflächen und Heizflächen in den Wänden des Druckbehälters. Das entstehende Kondensat kann in der Vorwärmsäule des Blockes energetisch genutzt werden.